Einfach kurz einmal nichts tun. Wer mich kennt, der weiss, dass ich ein Mensch bin, der immer in Bewegung ist.

Einige Jahre vor meiner eigenen „Erleuchtung“ war ich ein Verfechter des multitaskingfähigem Arbeitens.

Einen meiner Freunde nervte es immer, wenn ich beim Autofahren telefonierte, während ich mit einer Hand lenkte und mit der anderen Hand ein Diktiergerät hielt, im Hintergrund das Autoradio lief und ich mich zwischendurch mit ihm unterhielt.

Diese Arbeitsweise habe ich seit einer ganzen Weile mittlerweile zugunsten einer höheren Produktivität stark geändert. Anfangs viel es mir nicht leicht, den „Nichts-tu-Tip“ aus einem meiner gekauften Bücher umzusetzen. Das ist übrigens auch meine Empfehlung für Dich. Manchmal sind wir skeptisch neuen Dingen gegenüber, das ist ganz normal, aber es empfiehlt sich neue Dinge auszuprobieren und dann zu entscheiden ob es für sich selbst funktioniert oder nicht.

Aber zurück zur Empfehlung die ich damals bekam. Es sei, so hiess es, nützlich, sich anzugewöhnen, mindestens 15 Minuten am Tag nichts zu tun. Deshalb versuchte ich es gleich mal ne halbe Stunde. Ich wollte es wissen, warum in der Geschichte der Menschheit so viele Heilige, Mystiker, Propheten, Lehrer und Philosophen die Erfahrung gemacht haben, durch das Nichtstun und das Meditieren in den Zustand der Erleuchtung zu gelangen.

Plane ganz bewusst Zeit fürs „Nichtstun“ in Deinem Leben ein. Nimm Dir täglich mindestens 15 bis 20 Minuten, am besten zu einer immer gleich bleibenden Uhrzeit, wie ein Ritual. Gewohnheiten sind Dinge, die wir uns bewusst angewöhnen, indem wir sie immer und immer wieder tun, am besten immer zur gleichen Zeit. Wichtig ist dabei, das wir speziell im ersten Monat, diese Dinge täglich tun. Das absolute Minimum, um aus einer wiederkehrenden Handlung eine automatische Gewohnheit zu machen, ist, diese mindestens 21 Tage zu wiederholen, besser wären 30 – 40 Tage.

Du fragst Dich jetzt sicher: „Gut und schön, aber wo im Alltag soll ich zur Ruhe kommen?“

Es ist ganz egal, ob Du es im Schlafzimmer, im Arbeitszimmer, im Büro, im Solarium, in einer öffentlichen Bibliothek, auf der Toilette oder im Auto tust. Wenn Du letzteres auswählst, bitte nicht beim fahren.

Der Ort ist nicht entscheidend, wichtig ist, das Du Ruhe dabei hast. Du solltest in dieser Zeit vor jeder Störung sicher sein.

Tipp: Schalte Dein Handy aus, oder zumindest auf leise.

Tatsächlich wirst Du eine neue Dimension entdecken, wenn Du Dir die Freiheit nimmst, als Designer und Schöpfer Deines eigenen Lebens Zeiten zu schaffen, in denen Du für niemanden erreichbar bist. Es ist Dein Leben. Nimm es wieder in Deine Hand und wechsel den Status vom allzeit bereiten „Reagierer“ zum „Agierer“.

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