Verändere, was Du verändern kannst! Einen Teil der Übungen, die ich Dir in diesem Blog ans Herz lege, habe ich in meiner schwierigen Lebensveränderungpshase selbst erarbeitet oder zumindest angewendet.

Nicht alle Übungen sind von mir selbst entwickelt worden. Einen Teil habe ich ursprünglich für mich und jetzt für Dich zusammengetragen. Sie stammen aus Seminaren und Büchern, und teilweise habe ich sie adaptiert und weiterentwickelt. Die Auslöser meiner eigenen Krise waren für mich erste Anzeichen einer richtigen Erschöpfung, so wie sie oftmals einem „Burnout-Syndrom“ vorausgeht. Die Symptome traten am Ende eines jahrelangen Kampfes um eine gescheiterte Beziehung und menschlicher Enttäuschungen über „falsche Schönwetterfreunde und Geschäftspartner“ zutage. Ich merkte es daran, dass ich mich so richtig ausgebrannt fühlte.

Der gesamte Lebenssinn war mir verloren gegangen und ich spürte eine gähnende Leere in meinem Leben.

Tageweise hatte ich keine Ahnung, was mir Freude machte, und keine Idee, wie ich je wieder an irgendetwas Spass haben oder mich für etwas begeistern wollte. Im Prinzip geschieht medizinisch gesehen in solchen Phasen nichts anderes, als dass im menschlichen Gehirn in einer so ernsten Krise die Gleichgewichte der verschiedenen Signalstoffe durcheinander geraten. Es fehlen dann in der Regel Serotonin und Noradrenalin, das „Freude und das Antriebshormon“ des Körpers. Diese Darstellung ist zwar etwas simplifiziert, aber im Wesentlichen trifft es den Punkt. Tatsache ist jedenfalls, man fühlt sich ausgepowert, lustlos und leer. Man fragt sich:

„Warum mach ich das alles überhaupt?“

Hattest Du dieses Gefühl auch schon mal?

Auch wenn ich mich bereits sehr kraftlos fühlte, beschloss ich, mich auch in dieser schwierigen Phase noch einmal aufzuraffen, ähnlich einem angeschlagenen Boxer, der sozusagen wenn der Ringrichter schon zählt bei neun nochmal aufsteht. Auch wenn er denkt, kaum noch Kraft zu haben.

Phase eins: ich musste zur Ruhe kommen und wieder zu mir selbst finden!

In der Stille des Waldviertels, dieser Region, die ich sehr bewusst wegen der Ruhe gewählt hatte, begann ich nun, mein Leben planmässig zu ändern. Seit Monaten hatte ich mir vorgenommen einige Kilogramm abzunehmen, etwas gesünder zu essen, weniger Alkohol zu trinken und nicht nur zu arbeiten, sondern auch der Entspannung Zeit in meinem Leben einzuräumen. Leider war ich nicht diszipliniert genug und verfiel immer wieder in meine alten Ess-, Trink- und Workaholic- Arbeitsgewohnheiten. Dort in der Stille beschloss ich nun, der Sache ein buchstäbliches und gleichzeitig symbolisches Ende zu setzen, besser gesagt, einen radikalen Neubeginn einzuleiten.

Wie sah mein Plan aus?

Das Konzept das ich mir selbst verordnete war einfach:

Mindestens eine Woche bis maximal zehn Tage zu fasten, um zuerst den Körper und in weiterer Folge auch den Geist zur Ruhe kommen zu lassen. Im Klartext bedeutete das, von nur zwei Gläsern Gemüse- oder Fruchtsaft und einer beliebigen Menge Tee und Wasser täglich zu leben. Höhepunkt des Tages war dann eine klare Basensuppe de facto ohne Einlage. Die Basensuppe enthielt etwas Schnittlauch und ich kann mich heute noch erinnern, wie ich minutenlang die kleinen Schnittlauchstücke im Mund hin und herkaute, um das Gefühl auszukosten, irgendetwas Essbares zwischen den Zähnen zu haben.

Der erste Tag fiel, wie immer bei solchen Kuren, äusserst schwer. Abends hatte ich Kopfschmerzen. Der zweite Tag war dann schon etwas leichter und ab Mitte des dritten Tages begann ich mich richtig wohl zu fühlen.

Meistens faste ich zweimal pro Jahr, und zwar im Frühjahr und im Herbst.

Mittlerweile mag ich dieses Gefühl der inneren Reinigung nicht mehr missen, und ich gönne meinem Körper solche Erholungsphasen in regelmässigen Abständen.

Mein Fastenprogramm koppelte ich auf Anraten meines Fitnesscoaches mit einem gezielten Muskelkräftigungsprogramm im Kraftraum. Die Zahl der Gewichte musste natürlich etwas niedriger sein als normalerweise und dem Zustand des etwas geschwächten Körpers angepasst werden. Das Krafttraining, das die Fettverbrennnung anheizen sollte, kombinierte ich mit ein bis zweimal täglich laufen, und zwar 40-60 Minuten.

Die restliche Zeit verbrachte ich bewusst in Ruhe, ohne Fernsehen und ohne Musik, sondern ausschliesslich mit Sauna, Dampfbad und gelegntlich Massagen und Shiatsu.

Zwischendurch nutzte ich die Zeit, um viel zu lesen, vorwiegend Bücher zum Thema „Lebensglück, persönliches Wachstum und Motivation.“

Was ich an diesen Tagen für mich herausfand, waren einige Grundlagen des Lebens, die einem helfen, das Glück wiederzufinden, wenn man glaubt, es verloren zu haben.

Tipp: Fasten reinigt den Körper und bringt Reinheit in Deine Gedanken!

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